Frühjahrs-Symposium 2017 Thema: „Die Zunge“

Die Untersuchung der Zunge als wesentliche diagnostische Hilfe.

 

am 25. März 2017 findet das Frühjahrs-Symposium: „Die Zunge“ in unserer Praxis statt. Die Zunge und die Zähne sind eine wesentliche Kommunikationsmöglichkeit zwischen innen und außen. Die ausgeprägte Innervation lässt uns kleinste Dinge wie ein Haar wahrnehmen und die gute Verschaltung zum Gehirn verhindert, dass wir uns an einem kleinen Steinchen die Zähne ausbeißen. In kürzester Zeit können wir Nahrungsmittel mit Hilfe unseres Geschmacks selektieren und uns vor Vergiftungen schützen. Von der Zunge ist seit alters her bekannt, dass sich an ihrer Oberfläche innerkörperliche Zustände und Funktionen somatotopisch spiegeln. Obgleich hier keine Therapie erfolgt, ist die Bedeutung der Zunge für die Diagnostik bzw. für den diagnostischen Blick nicht zu unterschätzen. Ärzte im Osten wie im Westen haben schon immer die vielfältigen Veränderungen der Zungenschleimhaut – Beläge, Verfärbungen, Austrocknung, Zerklüftung und anderes – in eine diagnostische Aussage zu fassen versucht. Bei akuten Krankheitszuständen betreffen die Veränderungen meist das Gesamtbild der Zunge. Arealbegrenzte Veränderungen finden sich eher bei chronischen Krankheitszuständen und können auf ein bestimmtes Organ hinweisen.

Aufgrund unserer embryonalen Entwicklung finden sich für alle inneren Organe Bezugsareale auf der Zunge.

Dabei scheint die Innervation der Zunge für die an ihrer Oberfläche zutage tretenden Veränderungen nicht ohne Bedeutung. Die verschiedenen Beläge und lokalen Zungenveränderungen spiegeln – auf dem Wege über die veränderte Trophik- den gestörten funktionellen Zustand der inneren Organe wieder. Auch Zungenverfärbungen sind diagnostische Hinweise. Ein grau-schwärzlicher Belag kann auf Störungen im Niere-Blasen-System hindeuten, ein weißer Belag auf ein gastroduodenales Syndrom, ein gelblicher auf das Leber-Gallen-System und ein brauner Belag auf eine enteritische Symptomatik.

Im Frühjahrssymposium 2017„die Zunge“ soll diesen Aspekten Rechnung getragen werden. Die Zahnärztin Dr. Eva Maierhöfer referiert über das Thema Zungendiagnostik im westlichen Sinn. Die Mikrobiologin Dr. Katja Riehle erläutert die sensationelle Züchtung einer künstlichen Zungenpapille zur Testung von Bitterstoffen. Durch diese Entwicklung ist es möglich Zucker in vielen Nahrungsmitteln zu reduzieren ohne den Geschmack zu beeinträchtigen. Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Dr.Dr. Horst Umstadt gibt wichtige Hinweise zur Früherkennung von Speicheldrüsentumoren.

Symposium „Die Zunge“

Ort: Bensheim, Praxis Dr. Ricken

Datum: 25. März 2017

Zeit:  9.00 Uhr- 14.00 Uhr

Anmeldung: www.Forum-Eulenhof.de, Tel: 06251/10790

Bildnachweis: wavebreak Media/Thinkstock

 

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